Naturgartengestalterin Patrizia Haslinger steht mit ausgebreiteten Armen zwischen herbstlich gefärbten Bäumen, während Eichenlaub um sie herumwirbelt.

Klimaresistente Bäume: Die schönste Klimaanlage wächst im Garten!

Naturgartengestalterin Patrizia Haslinger steht mit ausgebreiteten Armen zwischen herbstlich gefärbten Bäumen, während Eichenlaub um sie herumwirbelt.

Welche Bäume machen unseren Garten fit für heiße Sommer?

Meine persönlichen Lieblingsbäume für schattige Wohlfühlplätze, kleine Naturgärten und einen zauberhaften Indian Summer.

Hand aufs Herz: Wer hat sich an heißen Sommertagen nicht schon nach einem schattigen Platzerl im Garten gesehnt?

Während wir mit Sonnenhut, kühlen Getränken und Sonnenschirmen gegen die Hitze ankämpfen, stehen unsere Bäume einfach da und leisten Erstaunliches. Ganz ohne Stromrechnung!

Denn Bäume spenden nicht nur Schatten. Sie kühlen durch die Verdunstung von Wasser ihre Umgebung, bieten Lebensraum für zahlreiche Tiere und machen unsere Gärten auch an heißen Tagen zu angenehmen Rückzugsorten.

Für mich als Naturgartengestalterin steht deshalb fest: Die schönste Klimaanlage wächst im Garten!

Doch welche Bäume eignen sich für zunehmend heiße Sommer? Welche kommen mit zeitweiliger Trockenheit zurecht? Und welche passen auch in kleinere Gärten?

Ich nehme dich heute mit in meinen eigenen Naturgarten und stelle dir einige meiner Lieblingsbäume vor. Dabei geht es nicht nur um ihre Eigenschaften, sondern auch um persönliche Gartengeschichten, wunderschöne Herbstfarben und die Frage, was wir kommenden Generationen hinterlassen möchten.

Denn eines ist sicher: Ein Baum ist weit mehr als ein schöner Blickfang. Er ist eine Investition in die Zukunft!

Ginkgobaum goldgelbe herbstblaetter naturgarten patrizia haslinger

Ein Baum mit Familiengeschichte: Unser ältester Ginkgo wurde bereits von meinem Schwiegervater gepflanzt. Über die Jahre ist daraus meine ganz persönliche Ginkgoliebe entstanden – mit einer kleinen Sammlung besonderer Sorten. Sein unverwechselbares Fächerblatt ziert heute sogar mein Logo als Die Herzensgärtnerin®.

Und das erwartet dich in diesem Blogbeitrag …

  • Warum sind Schattenbäume die beste natürliche Klimaanlage?
  • Warum sind Bäume für mich eine Herzensangelegenheit?
  • Welche klimaresistenten Bäume eignen sich für unsere Gärten?
  • Warum ist der Ginkgo mein ganz persönlicher Zukunftsbaum?
  • Welche Bäume passen auch in kleine Gärten?
  • Wie lässt sich ein schattiger Sitzplatz naturnah gestalten?
  • Welche Bäume sorgen für einen wunderschönen Indian Summer?
  • Wann ist die beste Pflanzzeit für Bäume?
  • Wie lassen sich Rosen aus Herbstlaub basteln?
  • Warum pflanzen wir Bäume für die nächsten Generationen?

Warum sind Schattenbäume die beste natürliche Klimaanlage?

Ein großer Laubbaum ist ein kleines Klimawunder!

Seine Krone spendet Schatten und verhindert, dass sich Terrassen, Wege und Sitzplätze in der prallen Sonne übermäßig aufheizen. Gleichzeitig verdunstet der Baum über seine Blätter Wasser und kann dadurch seine unmittelbare Umgebung zusätzlich kühlen.

Besonders angenehm ist der Schatten eines Baumes, wenn sich unter seiner Krone eine leichte Brise bewegt.

Doch Bäume können noch viel mehr: Sie bieten Vögeln Nistplätze, Insekten Nahrung und zahlreichen anderen Gartenbewohnern wertvolle Lebensräume.

In einem naturnah gestalteten Garten übernehmen sie deshalb gleich mehrere Aufgaben. Sie verbessern das Kleinklima, schaffen Struktur, bieten Lebensraum und machen unseren Garten zu einem Ort, an dem wir uns gerne aufhalten.

Mein Herzens-Tipp: Plane einen Schattenbaum möglichst frühzeitig ein – am besten schon bei der ersten Gartenplanung. Ein gut platzierter Baum kann im Sommer wesentlich mehr Lebensqualität schaffen als so manches teure Gartenaccessoire.

Alter Laubbaum als natürlicher Schattenspender im Naturgarten
Baumriesen im Naturgarten von Patrizia Haslinger-im Bild die riesige Birke

Was für ein Geschenk an heißen Sommertagen! Die alten Bäume in unserem Naturgarten schenken uns wohltuenden Schatten – ganz ohne Strom. Ich liebe es, wenn der Herbstwind einzelne Blätter vom Baum löst und diese wie kleine Ballerinas zu Boden tanzen...

Warum sind Bäume für mich eine Herzensangelegenheit?

Wer meinen Garten kennt, weiß: Ich liebe alte Bäume!

In unserem Naturgarten wachsen mächtige Eichen und Birken, die bereits lange vor uns da waren. Sie prägen den Charakter unseres Gartens und schenken uns an heißen Sommertagen einen unbezahlbaren Schatz: Schatten.

Wie dankbar ich dafür bin, spüre ich jedes Jahr aufs Neue.

Schon als kleines Mädchen hatte ich ein Herz für alles, was wächst und gedeiht. Von meiner Oma durfte ich vieles über das naturnahe Gärtnern lernen. Schon damals habe ich mich für den Erhalt alter Bäume eingesetzt! Diese Begeisterung für die Natur begleitet mich bis heute.

Und genau deshalb setze ich mich bei meiner Arbeit als Naturgartengestalterin besonders für den Erhalt wertvoller alter Bäume ein.

Gerade jungen Familien rate ich, selbst bei knappem Gartenbudget unbedingt einen Schattenbaum einzuplanen.

Denn ein Staudenbeet lässt sich auch später noch anlegen. Ein Baum hingegen braucht vor allem eines: Zeit.

Und genau deshalb sage ich gerne:

„Der Garten ist der einzige Ort, an dem wir uns Zeit kaufen können.“

Wer einen bereits größeren Baum pflanzt, gewinnt einige Jahre Vorsprung. Wer einen jungen Baum setzt, schenkt kommenden Generationen ein Stück Zukunft.

Schließlich genießen auch wir heute den Schatten jener Bäume, die Menschen vor uns gepflanzt haben.

Alte Laubbäume säumen den Weg in den Naturgarten von Patrizia Haslinger

Ein Geschenk früherer Generationen: Unsere alten Eichen und Birken sind für mich unbezahlbar. Sie prägen den Garten und erinnern mich daran, wie wichtig es ist, bestehende Bäume zu erhalten.

Ich liebe meine Baumriesen, besonders diesen romantischen Weg in den unteren noch mehr naturnahen Gartenteil mit seiner Streuobstwiese und herrlicher Aussicht ins Voralpenland...

Wenngleich ich auch ehrlicherweise zugeben muss, dass Eichen in dieser Größe auch viel Arbeit - besonders im Herbst - bereiten. Jede Menge Laub und Eicheln, die gekehrt werden "müssen", damit man im Frühjahr nicht tausende Sämlinge hat. UND, Eichen produzieren Totholz am Baum, daher lassen wir sie regelmäßig vom Baumdoktor überprüfen, bevor die Gartenbesucher kommen - Sicherheit hat oberste Priorität!

Eichenlaub naturgarten patrizia haslinger blog baeume
Blätterdach über einer Pergola im Naturgarten von Patrizia Haslinger-Herbststimmung

Welche klimaresistenten Bäume eignen sich für unsere Gärten?

Wenn wir über klimaresistente Bäume sprechen, müssen wir zunächst eines unterscheiden: Hitzeverträglich bedeutet nicht automatisch trockenheitsverträglich.

Ein Baum kann hohe Temperaturen gut aushalten und trotzdem auf ausreichend Bodenfeuchtigkeit angewiesen sein.

Entscheidend sind deshalb immer der Standort, die Bodenverhältnisse, der verfügbare Wurzelraum und die Wasserversorgung.

Auch robuste Baumarten brauchen in den ersten Jahren nach der Pflanzung ausreichend Wasser, um gut anzuwachsen.

Und natürlich muss ein Baum nicht nur mit dem Sommer, sondern auch mit den Wintertemperaturen am jeweiligen Standort zurechtkommen.

Maulbeerbaum – ein wunderbarer Schattenspender

Der Maulbeerbaum (Morus) gehört für mich zu den besonders interessanten Bäumen für warme Gartenstandorte.

Mit seiner ausladenden Krone kann er herrlichen Schatten spenden. Gut eingewachsene Exemplare geeigneter Arten kommen mit Hitze und zeitweiliger Trockenheit vergleichsweise gut zurecht.

Und als Draufgabe gibt es bei fruchttragenden Sorten sogar köstliche Maulbeeren!

Ich selbst liebäugle schon lange mit einem Maulbeerbaum. Aber zwischen meinen alten Baumriesen ist beim besten Willen kein Platzerl mehr frei.

Ja, auch bei einer Herzensgärtnerin ist irgendwann Schluss mit lustig! 🙂

Wer einen Maulbeerbaum pflanzen möchte, sollte unbedingt seine spätere Kronengröße berücksichtigen. Denn auch wenn manche Sorten kompakter wachsen, brauchen die meisten Maulbeerbäume langfristig ausreichend Platz.

Mein Gestaltungstipp: Ein Maulbeerbaum eignet sich besonders schön als natürlicher Schattenspender über einer Sitzfläche – sofern Standort, Sorte und Platzangebot zusammenpassen. Er ist auch ein herrlicher Spielplatz für Kinder -  seine ausladenden Äste laden förmlich zum Klettern ein!

Feldahorn - ein echter Klimagewinner

Für einen goldenen Indian Summer sorgt der heimische Feldahorn. Er ist ein Klimagewinner – robust und pflegeleicht. Da er ein heimisches Gehölz ist, ist er auch ökologisch besonders wertvoll. Sein Laub leuchtet im Herbst goldgelb.

Und seine geflügelten Samen? Die haben wir uns als Kinder als lustige „Nasenzwicker“ auf die Nase gesetzt. Wer erinnert sich noch?

Feldahornblatt klimaresistener bäume patrizia haslinger blog
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Warum ist der Ginkgo mein ganz persönlicher Zukunftsbaum?

Ein Baum darf in meiner Auswahl natürlich nicht fehlen: der Ginkgo (Ginkgo biloba)!

Schließlich hat es sein unverwechselbares Fächerblatt sogar in mein Logo als Herzensgärtnerin geschafft.

Und dahinter steckt eine sehr persönliche Geschichte.

Der älteste Ginkgo in unserem Garten wurde bereits von meinem Schwiegervater gepflanzt. Er ist also ebenfalls ein Geschenk der vorherigen Generation.

Und wie das bei leidenschaftlichen Pflanzenliebhaberinnen so ist, blieb es natürlich nicht bei einem Exemplar!

Über die Jahre habe ich eine kleine Ginkgosammlung aufgebaut. Dazu gehören winzige Exemplare in Bonsaiform, kompakte Sorten wie 'Troll' und sogar eine echte Rarität mit panaschierten Blättern.

Ich liebe diese außergewöhnlichen Gehölze!

Ginkgo in Herbstfaerbung-patrizia-haslinger

Was macht den Ginkgo so robust?

Der Ginkgo gilt als ausgesprochen widerstandsfähig gegenüber Hitze und zahlreichen städtischen Umweltbelastungen.

Gut eingewachsene Exemplare kommen auch mit zeitweiliger Trockenheit zurecht. Junge Ginkgos brauchen allerdings eine zuverlässige Wasserversorgung.

Besonders faszinierend finde ich seine Geschichte: Der Ginkgo gehört zu einer uralten Pflanzenlinie, deren Vorfahren bereits vor vielen Millionen Jahren auf unserer Erde wuchsen.

Nicht umsonst wird er gerne als „lebendes Fossil“ bezeichnet.

Für mich ist er ein wunderbares Symbol für Beständigkeit, Naturverbundenheit und Zukunft.

Eignet sich der Ginkgo auch für kleine Gärten?

Ein gewöhnlicher Ginkgo kann im Laufe der Jahrzehnte zu einem stattlichen Baum heranwachsen.

Für kleinere Gärten gibt es allerdings langsam wachsende, kompakte Sorten.

Ein Beispiel aus meiner eigenen Sammlung ist der Ginkgo 'Troll'. Er wächst deutlich langsamer und bleibt wesentlich kleiner als die ursprüngliche Art.

Auch für größere Pflanzgefäße kann er geeignet sein, sofern seine Wurzeln ausreichend Platz haben und er gut versorgt wird.

Mein Herzens-Tipp: Gerade bei Ginkgos lohnt es sich, auf die genaue Sorte zu achten. Wer einen Baum für die Nähe eines Sitzplatzes sucht, sollte außerdem wissen, dass weibliche Ginkgos im Alter unangenehm riechende Samenanlagen entwickeln können. Männliche Sorten sind hier häufig die bessere Wahl.

Ginkgo Troll für kleine Gärten

Klein, aber oho! Der kompakte Ginkgo 'Troll' gehört zu meiner persönlichen Ginkgosammlung und ist eine interessante Wahl für kleinere Gartenräume.

Ginkgo variegata raritaet naturgarten patrizia haslinger

Eine kleine botanische Kostbarkeit aus meiner Sammlung: Dieser Ginkgo begeistert mich mit seinen außergewöhnlich panaschierten Blättern und ich freue mich immer noch, ihn auf einem Raritäten-Pflanzenmarkt entdeckt zu haben.

Macht auch im Herbstlaub Freude!

Ginkgo variegate herbstfaerbung

Welche Bäume passen auch in kleine Gärten?

Nicht jeder Garten bietet Platz für mächtige Baumriesen.

Gerade bei Neubauten werden die Grundstücke immer kleiner. Umso wichtiger ist es, Gehölze auszuwählen, die auch langfristig zum vorhandenen Platz passen.

Denn auch kleine Gärten verdienen große Baumliebe!

Weidenblättrige Birne – mediterranes Flair ohne Olivenbaum

Die Weidenblättrige Birne (Pyrus salicifolia) gehört zu meinen persönlichen Lieblingen.

Mit ihrem silbrig schimmernden Laub und ihrem malerischen Wuchs erinnert sie an einen Olivenbaum.

Ein wunderbarer Gestaltungstipp für alle, die sich mediterranes Flair im Garten wünschen!

Im Gegensatz zum klassischen Olivenbaum ist sie winterhart und eignet sich daher für österreichische Gartenstandorte.

Sie bevorzugt sonnige Plätze und kommt gut mit Wärme und zeitweiliger Trockenheit zurecht.

Mein Gestaltungstipp: Besonders schön wirkt die Weidenblättrige Birne in Kombination mit trockenheitsverträglichen Stauden, Gräsern und Naturstein.

So entsteht mediterrane Gartenstimmung, ohne auf einen empfindlichen Olivenbaum setzen zu müssen.

Weidenblättrige Birne für kleine Gärten-Olivenersatz

Fast wie ein Olivenbaum! Meine Weidenblättrige Birne bringt mit ihrem silbrigen Laub mediterranes Flair in unseren Naturgarten.

Und ehrlicherweise um Welten pflegeleichter als unsere alten Olivenbäume, die Winterschutz benötigen.

Zierapfel – Blüten, Früchte und ein Fest für die Natur

Auch Zieräpfel (Malus) sind wunderbare Hausbäume für kleinere Gärten.

Im Frühling begeistern sie mit ihrer Blütenfülle, im Herbst mit leuchtenden kleinen Äpfelchen.

Viele Sorten bieten Insekten Nahrung, und ihre Früchte sind für zahlreiche Vögel interessant.

Und als leidenschaftliche Naturfloristin freue ich mich natürlich über einen weiteren Vorteil: Die hübschen Früchte lassen sich wunderbar für herbstliche Kränze, Sträuße und Tischdekorationen verwenden.

Mein Herzens-Tipp: Bei der Sortenwahl unbedingt auf die spätere Größe achten. Nicht jeder Zierapfel bleibt automatisch klein.

Zierapfel Evereste

Ein Baum für viele Jahreszeiten: Die kleinen Früchte meines Zierapfels sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern finden auch immer wieder ihren Platz in meinen Naturdekorationen.

Zierapfelherz-Naturfloristik-Patrizia Haslinger

Wie lässt sich ein schattiger Sitzplatz naturnah gestalten?

Hier möchte ich dir einen meiner ganz persönlichen Gartenstars vorstellen: die Albizia (Albizia julibrissin), auch Seidenbaum genannt.

Mit ihrem federleichten Laub und ihren rosafarbenen Puderquastenblüten bringt sie beinahe Urlaubsstimmung in den Garten.

Was ich an ihr besonders liebe, ist ihr angenehm lichter Schatten.

Während manche Bäume mit ihrem dichten Blätterdach für sehr dunkle Bereiche sorgen, lässt die Albizia genügend Licht hindurch.

Das ist gerade für kleinere Gärten ein großer Vorteil!

Denn unter ihrer luftigen Krone lassen sich wunderbar passende Stauden ansiedeln.

Ein kleines Sitzplatzerl daneben, umgeben von blühenden Pflanzen – und schon entsteht eine herrliche Wohlfühloase.

Mein Gestaltungstipp als Naturgartengestalterin: Nutze den Raum unter einem Baum bewusst mit. Eine standortgerechte Unterpflanzung schafft zusätzliche Blütenflächen und Lebensräume, ohne dass du dafür mehr Gartenfläche benötigst.

Allerdings ist die Albizia wärmeliebend und nicht überall ausreichend winterhart. Besonders in raueren Regionen Österreichs braucht sie einen geschützten Standort.

Seidenbaum mit lichtem Blättrdach und Staudenunterpflanzung-Patrizia Haslinger

Mein persönlicher Gartenstar: Die Albizia begeistert mich mit ihren federleichten Blättern, außergewöhnlichen Blüten und ihrem wunderbar lichten Schatten. 

In unserem Schaugarten ist sie inzwischen Markenzeichen und "Signaturbaum", der in zahlreichen Gartenmagazinen abgebildet wurde!

Können auch Großsträucher einen Baum ersetzen?

Ja, durchaus!

Für kleinere Gartenräume können größere, mehrstämmige Sträucher eine interessante Alternative sein.

Ein besonders schönes Beispiel ist der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch (Heptacodium miconioides).

Er begeistert mit seiner späten Blüte, die Bienen und anderen Insekten noch im Spätsommer wertvolle Nahrung bietet.

Anschließend sorgen seine dekorativen, rosaroten Kelchblätter für zusätzlichen Herbstschmuck.

Und selbst im Winter bleibt er dank seiner auffälligen, abblätternden Rinde interessant.

Auch einem Großstrauch sollte man allerdings genügend Platz für seine natürliche Entwicklung geben und einen prominenten Standort. Mein Exemplar "begrüßt" meine Gartengäste bereits im Eingangsbereich!

7 soehne des himmels strauch naturgarten bienenfreundlich

Ein Gehölz mit vielen Talenten: Der Sieben-Söhne-des-Himmels-Strauch begeistert mit später Blüte, dekorativen Kelchblättern und interessanter Rinde.

Welche Bäume sorgen für einen wunderschönen Indian Summer?

Für mich gehört die Herbstfärbung zu den schönsten Momenten im Gartenjahr.

Wenn sich das Laub in warme Gold-, Orange- und Rottöne verwandelt, wird der Garten zur schönsten Freiluftgalerie.

Ginkgo – wenn der Garten golden leuchtet

Besonders eindrucksvoll ist die Herbstfärbung meines Ginkgos.

Seine fächerförmigen Blätter verwandeln sich in ein leuchtendes Goldgelb.

Und manchmal geht es dann ganz schnell: Innerhalb kurzer Zeit wirft er einen Großteil seines Laubes ab und hinterlässt einen wunderschönen goldenen Teppich.

Ein Anblick, den ich jedes Jahr aufs Neue genieße!

Ginkgo goldgelbe herbstblaetter patrizia haslinger

Goldener Herbstzauber! Wenn mein Ginkgo seine Blätter abwirft, liegt plötzlich ein wunderschöner goldgelber Teppich unter dem Baum.

Tulpenbaum – goldgelber Herbstzauber

Auch mein Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) begeistert mich im Herbst.

Seine außergewöhnlich geformten Blätter leuchten in warmen Goldtönen.

Allerdings entwickelt er sich zu einem stattlichen Baum und benötigt entsprechend viel Platz.

Er bevorzugt tiefgründige, ausreichend feuchte Böden und eignet sich nicht für ausgesprochen trockene Standorte.

Amberbaum – ein wahres Farbenfeuerwerk

Der Amerikanische Amberbaum (Liquidambar styraciflua) zählt zu den besonders eindrucksvollen Herbstbäumen.

Sein Laub kann sich von Gelb über Orange und Rot bis zu tiefem Purpur verfärben.

Auch er benötigt langfristig genügend Platz und bevorzugt einen frischen, ausreichend feuchten Boden.

Mein Exemplar steht im Vorgarten der Sorte "Slender Silhouette" in einer panaschierten Variante. Er bleibt kleiner - ich habe ihn schon 3 x durch meine Gärten mitübersiedelt - nun ist er angekommen...

Mein Herzens-Tipp: Wer Bäume wegen ihrer Herbstfärbung auswählt, sollte immer auch ihre Ansprüche im Sommer und auch die endgültige Größe berücksichtigen. Ein prächtiges Herbstkleid allein macht noch keinen geeigneten Klimabaum!

Herbstlaub tulpenbaum naturgarten patrizia haslinger
Tulpenbaum mit goldgelbem Herbstlaub im Naturgarten-große Gärten
Tulpenbaum indian summer herbstblaetter blog patrizia haslinger

Goldgelber Herbstgruß aus meinem Garten: Die außergewöhnlich geformten Blätter des Tulpenbaumes gehören für mich zu den schönsten Herbstmotiven.

Wie toll auch die Blüte des Tulpenbaumes ist, seht ihr im Bild rechts - ein toller Hingucker im Frühsommer

Tulpenbaumblüte

Wann ist die beste Pflanzzeit für Bäume?

Der Herbst ist für viele winterharte Laubbäume eine wunderbare Pflanzzeit.

Der Boden ist häufig noch ausreichend warm, während die Verdunstung durch die sinkenden Temperaturen abnimmt.

So können die Gehölze vor dem Winter mit der Wurzelbildung beginnen.

Allerdings gilt das nicht uneingeschränkt für alle Arten.

Wärmeliebende, frostempfindlichere Gehölze wie Albizia oder junge Maulbeerbäume pflanzt man in kühleren Regionen besser im Frühjahr.

Worauf sollte man beim Pflanzen eines Baumes achten?

Aus meiner Erfahrung als Naturgartengestalterin sind vor allem diese Punkte wichtig:

  • Den richtigen Standort wählen: Die spätere Baumgröße und Kronenbreite von Anfang an berücksichtigen.
  • Genügend Wurzelraum vorsehen: Auch unter der Erde braucht ein Baum Platz.
  • Nicht zu tief pflanzen: Der Wurzelansatz sollte nach der Pflanzung nicht unter der Erde verschwinden.
  • Gründlich angießen: Direkt nach der Pflanzung braucht der Baum ausreichend Wasser.
  • In den ersten Jahren regelmäßig kontrollieren: Besonders während längerer Trockenperioden ist eine zuverlässige Wasserversorgung wichtig, auch bei ansonsten resilienten Sorten.
  • Den Boden schützen: Verdichtung und unnötige Versiegelung im Wurzelbereich vermeiden.

Gerade der letzte Punkt wird häufig unterschätzt.

Ein Baum braucht nicht nur Platz für seine Krone, sondern auch für seine Wurzeln!

Wie lassen sich Rosen aus Herbstlaub basteln?

Jetzt kommt meine zweite große Leidenschaft ins Spiel: das kreative Gestalten mit Naturmaterialien!

Denn für mich endet die Schönheit eines Baumes nicht mit dem Laubfall.

Im Gegenteil!

Aus den großen Blättern meines Tulpenbaumes lassen sich beispielsweise wunderschöne Rosen formen, die echten Blüten verblüffend ähnlich sehen.

DIY-Anleitung: Herbstrosen selber machen

Du brauchst frische, noch biegsame Herbstblätter, etwas Blumendraht oder Bast und ein bisserl Fingerspitzengefühl.

So funktioniert’s:

  1. Ein Blatt mittig falten und locker zur Rosenmitte einrollen.
  2. Weitere gefaltete Blätter rundherumlegen.
  3. Die Blattränder dabei leicht nach außen biegen.
  4. So lange weitere Blätter ergänzen, bis die gewünschte Rosengröße erreicht ist.
  5. Die fertige Rose mit Blumendraht oder Bast fixieren.

Besonders gut eignen sich größere, noch geschmeidige Herbstblätter.

Und das Schönste: Diese Bastelidee macht Groß und Klein Spaß!

Also die Familie zusammentrommeln und gemeinsam kreativ werden.

Handgefertigte Rose aus orangem Tulpenbaumlaub - Patrizia Haslinger

Kaum zu glauben, dass diese Rose aus Herbstlaub entstanden ist! Mit ein bisserl Fingerspitzengefühl lassen sich aus den Blättern meines Tulpenbaumes wunderschöne Blüten formen.

Wie lassen sich Herbstblätter für die Adventzeit verwenden?

Auch die goldgelben Blätter meiner Ginkgos verwende ich gerne für natürliche Dekorationen.

Sorgfältig gepresst und getrocknet finden sie später sogar ihren Platz auf meinen Adventkränzen.

Wer Herbstrosen für die Weihnachtszeit vorbereiten möchte, sollte sie luftig trocknen lassen und anschließend vorsichtig aufbewahren.

Getrocknetes Laub ist allerdings empfindlich und leicht entflammbar. Deshalb empfehle ich bei solchen Dekorationen LED-Kerzen.

Mein Herzens-Tipp: In meinen Kreativworkshops zeige ich, wie aus Blättern, Zweigen und anderen Schätzen der Natur besondere Dekorationen entstehen. Auch für Unternehmen und Veranstaltungen darf ich immer wieder kreative Workshops gestalten.

Du möchtest selbst kreativ werden? Dann schau gerne bei meinen Workshops und Naturdekorationen vorbei!

Adventkranz ginkgoblaetter naturfloristik

Vom Herbst in den Advent: Die goldgelben Fächerblätter meiner Ginkgos dürfen auch auf meinen natürlichen Adventkränzen nicht fehlen.

Und auch die handgefertigte Rose aus dem Herbstlaub des Tulpenbaumes findet für einen Adventkranz (für meine Mama übrigens) Verwendung. 

Adventkranz mit handgefertigter Rose aus Tulpenbaumherbstlaub-Blog-Patrizia Haslinger

Warum pflanzen wir Bäume für die nächsten Generationen?

Für mich sind Bäume weit mehr als Gestaltungselemente.

Sie sind lebendige Verbindungen zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Unser eigener Garten lebt von jenen Bäumen, die Menschen vor uns gepflanzt und erhalten haben.

Der Ginkgo meines Schwiegervaters ist dafür ein besonders schönes Beispiel.

Und auch die Liebe zur Natur wurde mir gewissermaßen in die Wiege gelegt.

Meine Oma, ihrer Zeit damals voraus, hat mir schon als Kind vieles über das naturnahe Gärtnern beigebracht.

Heute darf ich diese Begeisterung als Naturgartengestalterin weitergeben.

Denn die Natur verbindet Generationen – und schenkt uns Erinnerungen, die bleiben!

Gerade deshalb liegt mir die Pflanzung neuer Bäume so sehr am Herzen.

Wenn ich heute für junge Familien einen Garten plane, denke ich nicht nur daran, wie er nach der Fertigstellung aussieht.

Ich denke auch daran, wie er sich in zehn, zwanzig oder fünfzig Jahren entwickeln wird.

Welche Bäume werden dann Schatten spenden?

Wo werden Kinder spielen?

Und unter welcher Krone werden vielleicht eines Tages die Enkerl sitzen?

Pflanzen wir heute Bäume, unter denen morgen vielleicht unsere Enkerl sitzen!

Du möchtest deinen Garten naturnah und zukunftsfähig gestalten?

Du träumst von einem Garten mit wohltuendem Schatten, wunderschönen Gehölzen und lebendigen Naturbereichen?

Als Naturgartengestalterin aus Oberösterreich plane ich individuelle Gartenkonzepte – besonders gerne im Raum Wels, im Hausruckviertel und Innviertel sowie im oberösterreichischen Zentralraum.

Darüber hinaus begleite ich Gartenprojekte in ganz Österreich, unter anderem auch im Raum Wien, und biete individuelle Fernplanungen an.

Dabei liegt mir besonders am Herzen, bestehende Naturwerte zu erhalten und neue Lebensräume zu schaffen.

Denn ein Garten soll nicht nur heute schön sein, sondern auch morgen noch Freude bereiten.

Du möchtest deinen Garten gemeinsam mit mir gestalten?

Dann freue ich mich, wenn du dich über meine Naturgartenplanung informierst und Kontakt mit mir aufnimmst.

Baumriesen rahmen den naturgarten patrizia haslinger naturgartengestalterin

Über die Autorin

Patrizia Haslinger – Die Herzensgärtnerin® - The Heartgardener®

Ich bin Naturgartengestalterin, Gartenjournalistin und leidenschaftliche Naturfloristin.

In meinem mehrfach prämierten Naturgarten in Oberösterreich zeige ich, wie sich ökologische Vielfalt, persönliche Gartengeschichten und ästhetische Gartengestaltung miteinander verbinden lassen.

Ich schreibe regelmäßig eine Gartenkolumne für die Kronen Zeitung, veröffentliche Beiträge in Gartenfachmedien und gebe meine Erfahrungen in Vorträgen und Kreativworkshops weiter.

Mehr über mich und meine Arbeit als Herzensgärtnerin erfährst du hier.

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   Die Herzensgärtnerin®

Herbstlaub diy

 

Fotos und Texte: © Copyright Patrizia Haslinger Die Herzensgärtnerin ®/ The Heartgardener  ®. Beitragsfoto (Titel): Markus Wenzel.

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