Gärten des Jahres 2026
Longlist
AUSZEICHNUNG ALS GARTENDESIGNERIN
Einen einzigartigen Überblick über die schönsten Privatgärten im deutschsprachigen Raum bietet die Dokumentation zum Wettbewerb GÄRTEN DES JAHRES 2026. Landschaftsarchitekten, Gartengestalter sowie Garten- und Landschaftsbauer werden jährlich aufgerufen, besonders gelungene, realisierte Privatgärten einzureichen, die von einer renommierten Jury ausgewählt und prämiert werden. Das Buch zeigt eine beeindruckende Vielfalt unterschiedlichster Privatgärten.
Der Wettbewerb zählt zu den wichtigsten Branchenevents - der Callwey Verlag lobte bereits zum elften Mal diesen Wettbewerb aus. Dabei wurde Wert auf ganzheitliche Konzepte gelegt, die den Garten auf individuelle Weise zum erweiterten Wohn- und Genussraum des Nutzers werden lassen. Es sollte eine starke Idee dahinterstecken, der sich Pflanzen, Materialien, Produkte etc. unterordnen.
Aus 50 Projekten der Shortlist wird der Sieger gekürt und werden detailliert im Buch vorgestellt. 50 weitere Projekte werden in der Longlist erwähnt.
Ich freue mich sehr, mit meinem Kundengarten in die Longlist aufgenommen und somit unter die Top 100 Projekte im Jahrgang 2026 gewählt worden zu sein.
Auf dieser Seite stelle ich Ihnen das Projekt im Detail vor - ein Gartenmakeover, welches neues Gartenglück für die Besitzer bedeutet und einen wertvollen Beitrag für die Insektenwelt darstellt.... und nehme Sie mit Impressionen zur Awardverleihung in den Niederlanden (Februar 26) mit.
Lassen Sie sich inspirieren für Ihren ganz persönlichen Traumgarten.
Als Naturgartengestalterin designe ich auch Ihre grüne Oase.
Dieser klassische Hausgarten hatte über viele Jahre hinweg einen schönen Grundstock aus alten Bäumen und eingewachsenen Gehölzen entwickelt. Dennoch war der Garten der Besitzerin „zu grün“ – es fehlten Blüten, Leichtigkeit, Lichtstimmungen und vor allem Blumen, nicht nur für die Vase, sondern auch als wertvolle Nahrungsquelle für Insekten.
Hier zwei "VORHER"-Fotos:
Die vorhandenen Solitärbäume wurden fachgerecht gepflegt, große Sträucher aufgeastet, um darunter neue Pflanzflächen zu schaffen. An einer Grundstücksseite wurde bewusst geöffnet, um mehr Sonne in den Garten zu holen und Platz für eine neue Stauden- und Gräserpflanzung mit Dünen- und Wiesencharakter zu schaffen – inspiriert von norddeutschen und schwedischen Landschaften, passend zum Strandkorb, der als Urlaubsmitbringsel (bisher ohne "Standort") Ausgangspunkt für die Planung war und zum neu geplanten Gartenhaus (Wunsch der Gartenbesitzerin für ausgelagerte DIY-Objekte). Der Dachvorsprung des Gartenhauses wurde so bemessen, dass dort künftig der Strandkorb bequem im Winter gelagert werden kann.
Bestehende Pflanzen wurden neu gruppiert und mit sogenannten „Sehnsuchtspflanzen“ ergänzt. Besonders wichtig waren der Gartenbesitzerin Pflanzen mit emotionalem Bezug zum Garten ihrer Mutter – wie Zittergras, Kugeldisteln, Karthäusernelken und Hortensien. Ergänzt wurden diese mit klimatauglichen und insektenfreundlichen Stauden und Gräsern, die dem Garten Leichtigkeit und eine lange Blütezeit verleihen. Blau- und Lilatöne ziehen sich wie ein stilisierter Bachlauf durch die Beete, während rote Akzente sich in Blättern, Beeren und Gestaltungselementen wiederfinden...
Der Birnbaum sollte bleiben, um weiterhin köstliche Früchte für den beim Gartenbesitzer so geliebten Birnenstrudel zu liefern. Eine neue Unterpflanzung sorgt hier für Harmonie.
Ein großes Thema war auch der Frühling, der im alten Garten kaum stattfand. Deshalb wurden hunderte Zwiebelblumen sowie Lenzrosen gepflanzt, damit das Gartenjahr nun schon sehr früh beginnt. Auch der Vorgarten wurde neu gestaltet, die stattliche Linde durfte bleiben und wird nun gerahmt von Hortensien und einer farbenfrohen Purpurglöckchen Unterpflanzung, die einen freundlichen Empfang am Haus schafft, ergänzt von der stilsicheren Dekoleidenschaft der Gartenbesitzerin.
Dem Wunsch nach Wasser wurde - anstelle des ursprünglich angedachten Teiches bzw. Tauchbeckens - mit einer extravaganten XXL-Cortenstahlschale Rechnung getragen (ein Upcycling Projekt), welche grandios das Gartenhaus spiegelt und von einer Seerose gekrönt wird.
Der alte, überwucherte Küchengarten wurde durch zwei gut erreichbare Hochbeete ersetzt.
Wo früher Wildwuchs war, ist nun das maßgefertigte Gartenhaus Herzstück des Gartens im schlichten Schwedenstil (das "Schwedenrot" wurde extra in Schweden angefordert) – es könnte auch den Geschichten von Astrid Lindgren entsprungen sein… Es wurde so platziert, dass es auch Sichtschutz zum Nachbargrundstück bietet. Was ursprünglich nur als Platz für DIY-Projekte gedacht war, wurde zu einem Rückzugsort für die ganze Familie. Hier wird gebastelt während der Enkel Mittagsschlaf hält, dem Regen gelauscht oder einfach in den blühenden Garten hinausgeschaut. Zitat der Gartenbesitzer: "es ist so entschleunigend, dem prasselnden Regen am Dach zu lauschen..."
So ist aus einem in die Jahre gekommenen Garten ein lebendiger Generationengarten geworden – ein Ort für Kreativität, Spielen, Entspannen und Durchatmen. Oder, wie es die Gartenbesitzer selbst am schönsten gesagt haben: „Wir lieben und leben unseren neuen Garten!“
Herzlichen Dank an die Gartenbesitzer fürs Vertrauen und an Markus Wenzel für die wunderbaren Fotos.
Noch mehr Gartenimpressionen finden Sie in der anschließenden Fotogalerie. Wie auch Impressionen von der Preisverleihung in den Niederlanden im Februar 2026 - danke an den Callwey-Verlag für die Auslobung dieses Awards und die Baumschule Ebben, die ein unvergessliches Event gezaubert hat. Am nächsten Tag gab es dann noch eine Betriebsführung.
Zwei Tage voll wunderbarer Begegnungen und fachlichem Austausch mit großartigen Gartenmenschen und Kollegen.
Gratulation an den diesjährigen Gewinner Daniel Berg und allen prämierten PlanerInnen!
... 2021 war ich mit meinem eigenen Garten im Bildband Gärten des Jahres 2021 bei Callwey.