Kürbiszeit

Herbstzeit – KOeSTliche Kürbiszeit!

Herbstzeit

ist Kürbiszeit.

Köstliches, Herzhaftes, Süßes...

was ein Kürbis alles kann -

Mahlzeit!

(ein 11chen)

Kürbiszeit
Kürbiszeit
Kürbiszeit

 

...und das erwartet euch in diesem Blogbeitrag

Köstliche Rezeptideen rund um diesen Allrounder

Herzhafte und süße Gaumenschmeichler voll vitaler Inhaltsstoffe...

Kürbiszeit
Kürbiszeit

 

Herbstzeit ist Kürbiszeit!

Schon von weitem leuchten seit einigen Jahren sogar am Straßenrand eine große Vielfalt an Kürbissen in bunten Farben, Größen und teils skurrilen Formen entgegen. Orange, gelbe, grüne und die gerade so aktuellen weißen Kürbisse breiten sich nun in vielen Gärten und auf Feldern aus, schmücken gerne auch Hauseingänge und sorgen so für ein freundliches Entrée im Herbstgarten.

Kürbiszeit

 

Herzlich Willkommen zu meinem herbstlichen Blogbeitrag

und Einblick in die Welt dieser großartigen „Beere“!?

Richtig gelesen – den botanisch gehört der Kürbis zu diesen Gewächsen, wenn auch häufig ein wenig überdimensional geraten.

Seit Jahrtausenden wird er nun schon kultiviert. In Südamerika und Afrika wurde er gerne als Gefäß verwendet und seit er „über den großen Teich“ zu uns gekommen ist, versorgt er uns mit seinen wertvollen Inhaltsstoffen (Betakarotin, Kalium und Eisen). Kürbiskerne und das daraus gewonnene, so beliebte Öl, ist gut fürs Herz und kann auch bei so manch anderem „Wehwehchen“ eingesetzt werden. Kulinarisch ist der Kürbis ein richtiger Allrounder, ob herzhaft oder süß – wahre Köstlichkeiten lassen sich mit ihm zaubern.

Kürbiszeit

In meinen nachfolgenden Rezepten verwende ich gerne den Muskatkürbis (sehr aromatisch), Hokkaido (praktisch, weil mit Schale verwendbar), Butternut (wenig Kerne), und mein Favorit – der „Lange von Neapel“. Gerade wenn die Familie nicht so groß ist und der Kürbisanbau im eigenen Garten nicht so recht gelingen mag (Schnecken! oder zu wenig Platz), kann man ihn oft „scheibchenweise“ kaufen, oder von lieben Nachbarn ergattern.

 

Kürbisanbau

Der Kürbis mags so richtig nährstoffreich – mehr ist in dem Fall mehr. Ein Eckerl am Fuße eines Komposthaufens ist sein Lieblingsplatz. Dort nimmt er dann gerne einige Quadratmeter ein und beschattet so den Kompost, sorgt damit für gute Bodenfeuchte. 

Achtung : baust du gleichzeitig Zierkürbisse an, solltest du vorsichtig sein, wenn du selbst Saatgut ernten möchtest. Schmecken die „Nachkommen“ bitter, keinesfalls essen. Dann haben sich beide Sorten vermischt – Zierkürbisse sind NICHT genießbar!!  (bis auf wenige Ausnahmen)

Richtig gelagert (am besten in einem kühlen, trockenen Keller) kann er bis zu einem Jahr haltbar sein, wenn er nicht vorher auf deinem Speiseplan landet - hier nun meine Inspirationen dafür:

 

5gängiges Kürbismenü

Der Klassiker unter den Kürbisgerichten darf natürlich auch bei mir nicht fehlen, jedoch mit meiner „Geheimzutat“

 

Kürbissuppe:

Kürbiszeit

Rezept:

Ich bereite meine Kürbissuppe ganz klassisch zu...

Je nachdem, welchen Kürbis ich gerade zur Verfügung habe - in dem Fall war es ein Hokkaidokürbis - sehr praktisch, da man ihn nicht schälen muss. (außer ihr möchtet die Augen eurer Gäste mit einem "natürlichen Suppenschüsserl" verwöhnen, dann müsst ihr den Kürbis natürlich aushöhlen)...

Also, einen mittelgroßen Hokkaidokürbis in kleine Stücke schneiden und diese in ein wenig geschmolzener Butter in einem höheren Topf anrösten. Wer mag, kann ein bissi Zwiebel und Knoblauch mitanschwitzen. Mit ca. 1/2 Liter Gemüsesuppe (oder Wasser und Suppenwürfel) ablöschen und weich dünsten.

Wenn es gehaltvoller sein darf, zusätzlich einen Becher Schlagobers zugeben und kurz mitaufkochen. Salzen, Pfeffern - Pürieren - fertig.

Soweit die ganz schlichte Variante.

Für Abwandlungen gebe ich manchmal ein Löffelchen Kurkuma dazu, oder Currypulver  (gibt eine noch schönere Farbe und natürlich anderes Aroma)

Der Klassiker wäre, auch ein wenig Abrieb einer Muskatnuss dazugeben.

Wenn mir grad danach ist, geb ich auch Apfelstücke dazu - ergibt eine leicht süssliche Variante...

Aber richtig genial und "tricky" schmeckts, wenn ihr meine "Geheimzutat" die letzten 10 Minuten mitköcheln lasst - es ist dies der SzechuanPfeffer bzw. eigentlich ein paar seiner Blätter. In meinem Garten wächst inzwischen ein riesiges Exemplar...

Wenn ihr gerne sehen möchtet, wie der aussieht guckt doch in einen meiner früheren Blogbeiträge HIER

Kürbiszeit

Weiter geht's mit meinen hausgemachten

Kürbisravioli:

Nudelteig: 300g Mehl, 3 Eier und 1,5 EL Olivenöl

Alles zu einem geschmeidigen Teig verkneten und dann 15 Minuten ruhen lassen.

Nudelteig (könnte man inzwischen auch fertig kaufen) dünn ausrollen und mit einer Fülle aus Kürbismousse (im Backrohr Spalten von z.B. Hokkaido mit Rosmarin, Knoblauch und Olivenöl gar backen) und FetaKäse füllen.  ca. 3-5 Minuten in Salzwasser "al dente" kochen.

Diese mit brauner Salbeibutter und Gemüse je nach Gusto servieren und als „Crunch“ geröstete Kürbiskerne drüberstreuen.

Kürbis

Zweierlei vom Kürbisknödel auf KürbisPaprikaKraut:

 Semmelknödelmasse:

Ca. 8 altbackene Semmerl würfeln – ich nehme gerne alternativ Toastbrot, weil die Masse fluffiger wird

2 Tassen gewürfelte Kürbisstückchen (je nachdem, was der Garten oder Markt grad so hergibt: Hokkaido, Muskatkürbis, Butternut oder „Langer von Neapel“), diese nicht vorkochen!

2 Stangen Frühlingszwiebeln kleingeschnitten

2 Eier

½ Becher Sauerrahm  (anstelle der üblichen Milch)

2 EL Mehl zum Abbinden

Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Evtl. geriebenen Käse

 

Eine Hälfte zu klassischen Semmelknödel formen (eher kleiner) und in reichlich Salzwasser für ca. 20 Minuten sieden.

Zweite Hälfte ähnlich Kaspressknödel in Butter ausbacken.

 

KürbisPaprikaKraut:

Kürbis (wie oben) in „Julienne“ (= feine Streifen) schneiden

2 Stangen Frühlingszwiebel in Streifen

2 rote Spitzpaprika in Streifen

½ kleines Weißkraut in feinen Streifen

1 TL Butter

1 TL Staubzucker

Salz, Pfeffer, edelsüßes Paprikapulver,

¼ Liter Gemüsesuppe (oder Würfel)

Etwas Mehl zum Stauben

Schnittknoblauch oder Schnittlauch

 

Butter in einem ausreichend großen Topf schmelzen, das in feine Streifen geschnittene Weißkraut dazugeben – ein wenig mitrösten (darf ruhig ein bissi braun werden – gibt Geschmack und schöne Farbe), Staubzucker dazu und karamellisieren lassen, mit Mehl stauben und Gemüsesuppe ablöschen. Bissfest dünsten.

Dann „Paprizieren“, d.h. heißt 1 EL Paprikapulver dazugeben. Nun auch das restliches Gemüse und Gewürze dazugeben und je nach Vorliebe „al dente“ oder weichkochen. Das Sößchen sollte sämig sein. Wenn nötig, mit einem „Teigerl“ (Mehl/Wasser Gemisch) abbinden.

Je ein Knödelchen auf KüribsPaprikaKraut anrichten und mit einem Klecks Sauerrahm abrunden, Schnittlauch oder Schnittknoblauch sorgt nicht nur für den Farbeffekt.

 

 

Kürbiszeit

 

Kürbislasagne:

 

Für meine Interpretation des italienischen Klassikers habe ich mir zwei Varianten überlegt:

In der ersten Variante ersetzt ihr das Ragout mit Faschiertem durch ein Kürbisragout und in der zweiten Variante die Teigblätter durch Kürbisschnitten – oder ihr macht einfach beides!

Kürbisragout:

½ kg Kürbis (eurer Wahl) in größere Würfel geschnitten (sonst zerfallen sie)

½ kg Tomaten aus eigener Ernte (gewürfelt, gerne auch mit Haut und Kerne, verkochen sich) oder alternativ 2 Dosen geschälte, gewürfelte Tomaten

2 Stangen Frühlingszwiebel oder kleine Gemüsezwiebel in Würfel

Salz, Pfeffer, eine Prise Zucker, 1 EL Tomatenmark

Zubereitung wie klassisches Ragout (darauf achten, dass Kürbisstücke bissfest bleiben)

 

Bechamelsauce:

2 EL Butter flüssig werden lassen

2 EL Mehl dazu, durchrühren

Mit ½ Milch aufgießen und unter ständigem Rühren (brennt leicht an) dickflüssig einkochen

Etwas Salz und Pfeffer

 

Danach wie gewohnt Schicht für Schicht abwechselnd in eine Kasserole geben, den Abschluss bildet eine Lage Bechamelsauce und mit 300 g geriebenen Käse überstreuen.

Bei 180° im Backrohr goldbraun backen. Dazu schmeckt knackiger Salat.

Kürbiszeit
Kürbis
Kürbis

 

.... und nun der Süße Abschluss in meinem Kürbismenü (Gartenzeit inklusive 😉 )...

Kürbiszeit

 

Kürbisapfelstrudel

 

Für den schnellen Dessertgenuss einfach gekauften Blätterteig verwenden (so könnt' ihr mehr Gartenzeit genießen!)

Für die Fülle Kürbis und Äpfel blättrig schneiden, ein wenig braunen Zucker (bei sehr süßen Äpfeln nicht nötig) und Zimt drüberstreuen, gehackte Kürbiskerne machen sich ebenfalls gut. Backen.

Eine kleine Portion Schlagobers rundet dieses leichte Dessert ab und wer’s noch ein bissi „leichter“ möchte, ersetzt diesen durch ein Löffelchen Joghurt. Die leichte Säure harmoniert ebenso perfekt.

Kürbiszeit

 

Ein Gartenmenü, das natürlich am allerbesten im herbstlichen Garten und den letzten warmen Sonnenstrahlen mundet

Bon Appetit!!

 

Gutes Gelingen und viel Spaß beim Nachkochen wünsche ich euch!

Die passende Deko zu diesem herbstlich kulinarischen KürbisHighlight findest du im Blogbeitrag des letzten Jahres

"Herzlich Willkommen-farbenfroher Dekoherbst"

 

 

Kürbiszeit

 

Kleine Vorankündigung:

Für die Kids werde ich demnächst einen eigenen HalloweenBlog in meine Website stellen, der aber auch für die DekoMama’s bestens geeignet sein wird – lasst euch überraschen!

Kürbiszeit
Kürbiszeit

 

Eine wunderbare, herbstliche Gartenzeit wünsche ich euch!!

 

Alles Liebe!

          Patrizia

 

 Die Herzensgärtnerin®

 The Heartgardener®

 

Kürbiszeit

   Erwischt!  😉

Als ich gerade dabei war, die süßen Köstlichkeiten für diesen Blogbeitrag selbst zu shooten, ist die liebe IRA von @gartenfotografie.at vorbeigekommen.

Dabei hat sie einen seltenen Moment bei mir - sitzend an meinem Lieblingsplatz 🙂 - festgehalten.... und das ganz pur und ungeschminkt (tja, da müsst ihr durch! 😉 )

Danke Ira, dass du wieder ganz zauberhafte Gartenmomente fotografisch festgehalten hast!

 

Fotos und Texte © Copyright  TheHeartgardener ®

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